Duft und Schaum, Wissen und Geschichten rund um die Seife

 

Die Buchhändlerin und Seifensiederin empfiehlt

 

Verwandte, Freunde und Bekannte treffen sich bei Ihnen Zuhause zu einem gemütlichen Beisammensein.

 

Ich erzähle Ihnen und Ihrem Besuch Interessantes über die Geschichte, die Tradition und die Herstellung des Seifensiedens und stelle bei der Gelegenheit Bücher zum Thema und mein handgesiedetes Seifensortiment vor.

 

Für Ihre Gastfreundschaft bedanke ich mich bei Ihnen mit einem "Wöschchörbli", gefüllt mit einer Seife, Badesalz und pflegendem Öl, für ein wohltuendes Wellnessvergnügen.

 

      Ich freue mich auf Ihre Anfrage.


Wissenswertes

 

Die Seifen brauchen eine Reifezeit von 4 bis 6 Wochen. Da ich nur in kleinen Mengen Seifen herstelle, ist es möglich, dass ich den von Ihnen gewünschten Artikel nicht sofort liefern kann.

 

Im Kaltverfahren hergestellte Seifen sind wegen ihrer unverseiften Anteile der pflegenden Öle und den natürlichen Farb- und Duftstoffe nur begrenzt haltbar. Ich empfehle die Seifen innerhalb von 12 Monaten aufzubrauchen.

Damit die Qualität gewährleistet bleibt, sollten die Seifen vor dem Gebrauch an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort aufbewahrt werden.

  

Vorsicht, Seifenschaum brennt in den Augen.

 

Der Säureschutzmantel  wird durch Schweiss- und Talgdrüsen gebildet und schützt die Haut vor dem Austrocknen und krankmachenden Keimen. Der gemessene ph-Wert liegt bei ca 4.5 bis 5.5 und variiert mit den Ess- und Lebensgewohnheiten. Im Gegensatz zu den ph-Wert neutralen Duschgels wäscht die basische Seife den sauren Film weg, die unverseifbaren Wirkstoffe der pflegenden Pflanzenöle gelangen so in die unteren Hautschichten. In nur kurzer Zeit regeneriert sich die gesunde Haut nach dem Waschen mit Seife und der natürliche Schutz  wird wieder aufgebaut.

  

Für Kinder unter 4 Jahren sollten Produkte speziell fürs Baby verwendet werden. Die Haut von Kleinkindern ist sehr empfindlich, die Oberhaut (Epidermis) besitzt noch keinen ausgereiften Säureschutzmantel, die Talgdrüsen funktionieren ungenügend und der schützende Fettfilm fehlt. Dadurch verliert die Haut schnell an Feuchtigkeit und trocknet aus, was die Haut gegenüber Umwelteinflüssen anfälliger macht - das Waschen mit der Seife würde die sensible Haut zusätzlich austrocknen. Im Fachhandel gibt es spezielle Produkte und eine kompetente Beratung.

 


Historisches

 

Im Mittelalter glaubten die Menschen, dass das Waschen mit Wasser und Seife krank macht. Am französischen Hof besprühten sich die Adligen mit Parfum, um die unangenehmen Körpergerüche zu überdecken. Im 17. Jahrhundert änderten sich die Gepflogenheiten. Der französische König Ludwig XIV. holte die besten Seifensieder nach Versailles an den Hof.

 

Über die Entdeckung, wann sich zum ersten Mal Lauge mit Fett vermischt hat und daraus eine Waschlösung entstand, kursieren viele Legenden. Wie so oft, mag es Zufall gewesen sein...

 

Die ersten Aufzeichnungen finden sich auf einer Tontafel der Sumerer, die aus der Zeit um 2500 v. Chr. stammt. Im mittleren Osten wurde im 7. Jh. bereits Öl und Lauge miteinander gekocht und so die Seife ihn ihrer heute bekannten Form geschaffen. Die Araber brachten die Seife nach Europa.

 

In Frankreich und Spanien entstanden wichtige Zentren der Seifenherstellung.


Bücher rund um das Seifenthema

Die Seifensiederin

Die Handlung spielt in Frankreich im 17. Jahrhundert. Für die abergläubischen Bürger gilt die schöne Ambra als eine Hexe, weil sie betörend duftende Seifen zu sieden versteht. Kurz vor der geplanten Festnahme verhilft ihr der junge Mathieu zur Flucht nach Paris. Bald schon erhält sie einen besonderen Auftrag. Eine Marquise will den König verführen - und bittet Ambra, eine besonders duftende Seife zu sieden.  Sinnlich und voller Dramatik - ein wunderbarer Roman über die Liebe und die geheimen Spiele der Macht. Der Roman gibt Einblick in das Leben im Mittelalter, und der Leser erfährt viel über die Kunst des Seifensiedens.

 

Leider nur als E-Book erhältlich - ISBN 9783841206275

 

 

 

 

 


Die Manufaktur der Düfte

Vom einfachen Seifensieder zur angesehenen Farbrikantendynastie - ein langer und beschwerlicher Weg. Die Geschichte der Familie Ribot und der Erfolg der Seifenproduktion ist gezeichnet von vielen Opfern, die die einzelnen Familienmitglieder erbringen müssen. Gerade die Stellung der Frau ist im späten 19. Jahrhundert noch völlig Abhängig vom Ehemann.  Fritz Ribot, der mit seinen innovativen Ideen, die er auf seinen Reisen erworben hat, die Seifenproduktion revolutioniert, stellt sein Leben ganz in den Dienst der Firma und kümmert sich wenig um seine einsame Frau. Eine Familientragödie entsteht, der Erfolg des Unternehmens muss hart erkämpft und teuer bezahlt werden.

Die Arbeitsbedingungen in den Fabriken sind absolut unmenschlich - zehn Stunden wird pro Tag gearbeitet und das an sechs Tagen pro Woche, mit 2 Ferientagen im Jahr. Für die Sicherheit der Belegschaft wird nichts unternommen, auch in der Seifenfabrik kommt es zu einem tödlichen Unfall und in der benachbarten Nadelfabrik leiden die Arbeiter unter dem Metallstaub, der sich in ihren Lungen ablagert. Eine Arbeiterbewegung entsteht, die sich im Geheimen treffen muss, bis dann endlich die Partei der Sozialdemokraten erlaubt wird.

Der 1. Weltkrieg bringt die Seifenproduktion der Firma zum Erliegen und hat grossen Einfluss auf das Denken der jüngeren Generation der Ribot. Die wirtschaftliche Lage im Nachkriegsdeutschland ist prekär und die Inflation lässt Fabrikanten und Arbeiter ums Überleben kämpfen. Und immer mehr greift der Nationalsozialismus um sich.

 

Die Seifenfabrik Ribot hat tatsächlich existiert und auch die Firmen- und Familiengeschichte ist historisch belegt. Der Roman führt in eine Zeit der politischen Umbrüche und sozialen Ungerechtigkeiten. Ganz nebenher erfährt der interessierte Leser viel über die Seifenherstellung.  Die Romanfiguren, fiktiv oder historisch belegt, werden lebendig dargestellt, man liebt und hasst, leidet mit und wünscht sich oft Gerechtigkeit.

 

Die Autorin Sabine Weigand versteht es die historischen Fakten geschickt in eine spannende Geschichte zu verpacken. Ein Buch das sich mit dem Roman von Thomas Mann, "Buddenbrooks" durchaus messen kann.

 

ISBN 978-3-596-03670-7 Fischer Taschenbuch 

 

 


Naturkosmetik

Die Berner Naturkosmetikerin Pia Hess, verkauft an der Postgasse 27 in Bern in der "Ladenwerkstatt" ihre handgefertigten Naturpflegeprodukte. In ihrem Buch vermittelt die Autorin ihr umfassendes Wissen - kompetent und mit viel Liebe zum Detail. Das Buch ist wunderschön ausgestattet mit Fotografien und Zeichnungen von Wada Jossen. Verantwortlich für Gestaltung ist die Schwester der Autorin, die Steindruckerin Silvia Hess Jossen.

Die informativen Kapitel über Pflanzenöle, ätherische Öle und Rohstoffe, sind eine wahre Entdeckung. Dem interessierten Laien wir das nötige Grundwissen vermittelt und dem Kenner dient das Buch als Nachschlagewerk. Die Rezepte sind einfach und die Einkaufsliste bleibt klein.

Die Leidenschaft der Autorin gehört der Herstellung von Parfums. Zauberhafte Flacons stimmen in das Kapitel über die Parfumherstellung ein. Und beim Lesen der Kopf-, Herz- und Basisnoten kann es schon mal passieren, dass ein Hauch von sommerlichen Zitrusfrüchten oder Lavendelduft die Nase umschwebt.

 

Im Dezember 2019 ist die überarbeitete 3. Auflage erschienen

 

ISBN 978-3-033-02773-2 

 

Mit neuen Rezepten für die Herstellung von Cremen, Shampoos und Duschgels mit milden Tensiden, Rasier- und Bartöle, Gesichtsöle, Deodorants und Sonnenschutz-Produkten

 

 

www.pianaturkosmetik.ch

 

 


Lieselotte will nicht baden

Lieselotte und ihre Freunde vom Bauernhof haben sich beim Spielen schmutzig gemacht. Vor dem Schlafengehen müssen alle gebadet werden. Auch Lieselotte, die will aber nicht. Sie versucht es heimlich mit einer kleinen Katzenwäsche. Die Bäuerin kommt ihr jedoch auf die Schliche. Und dann wird es herrlich turbulent. Mit dem Gartenschlauch wird geduscht und dabei fällt gar die Bäuerin in den Schlamm. Schlussendlich landen alle in der Badewanne.



Provenzalische Intrige

Die Inhaberin der Seifenmanufaktur «Mer des Fleurs» wird tot im Kessel mit dem heissen Seifenleim aufgefunden. Unfall oder Mord – ein Fall für Pierre Durand!

 

Spannung ist garantiert und der interessierten Leser erfährt viel über die Herstellung der traditionellen Savon de Marseille und der Gefahr von billigen Fälschungen auf dem Markt.

 

978-3-7341-0454-1 Blanvalet Taschenbuch