Seifen aus natürlichen Rohstoffen

 

sind nachhaltig

 

und beinahe vollständig abbaubar

 

Meine Seifen werden im traditionellen Kaltverfahren hergestellt. Die pflegenden Eigenschaften der verwendeten Pflanzenöle und Fette bleiben erhalten.

 

Das Geheimnis einer hochwertigen und milden Seife liegt in der Auswahl und Komposition der Inhaltsstoffe. 

  

Mit wenigen Ausnahmen, stammen die Pflanzenöle, aus kontrolliert, biologischem Anbau. Die Sheabutter beziehe ich aus einem Fair Trade Projekt in Ghana. 

 

Alle verwendeten Rohstoffe sind 100% natürlich. Meine Seifen enthalten kein Palmöl und keine Konservierungsstoffe.

 

Jede Seife hat ihre eigene Duftnote aus ätherischen Ölen. Diese beeinflussen positiv die Stimmung und sind wundervolle Begleiter der handgefertigten Seifen.

 

Die Pflanzenöle geben den Seifen ihren natürlichen Farbton. Um eine besondere Wirkung zu erzielen, färbe ich mit Tonerde und anderen natürlichen Farbstoffen.

 

Zusätzlich verfeinere ich die Seifen mit Molke, Mandel- und Kokosnussmilch, Schwarztee, Kaffee, Hydrolate, Pflanzenextrakten, Honig und Bienenwachs.

Blick in die Seifenwerkstatt

Meine Werkstatt erfüllt die gesetzlichen und behördlichen Anforderungen, gemäss der Verordnung über kosmetische Mittel (vKos).

 

Die Rezepturen wurden von mir entwickelt und sind von einem zertifizierten Labor geprüft.


Wissen rund um das Thema Seifen

Die Haut, der Spiegel unserer Seele und unserer Gesundheit, ist das grösste Sinnesorgan. Neben der Leber, der Niere und des Darms zählt sie zu den wichtigsten Organen für die körpereigene Entgiftung und schützt vor Umwelteinflüssen.

 

Schweiss- und Talgdrüsen dienen als Ventil und bilden den Säureschutzmantel, der die Haut vor dem Austrocknen und krankmachenden Keimen schützt. Der gemessene pH-Wert liegt bei ca. 4,5 bis 5,5 und ändert mit den Ess- und Lebensgewohnheiten. 

 

Die milden, basischen Seifen reinigen die Haut schonend und gründlich. Glyzerin, das auf natürliche Art in den Naturseifen enthalten ist bewirkt, dass die Haut mit Feuchtigkeit versorgt wird.

 

In nur kurzer Zeit regeneriert sich die gesunde Haut und der natürliche Schutz wird wieder aufgebaut. 

Seifen und Keime Wissenschaftliche Studien belegen, dass selbst dann, wenn mehrere Menschen das gleiche Seifenstück benutzen, die Seife keimfrei bleibt.

  

Seifen und Viren Seifenmoleküle neutralisieren die Lipidschicht auf der Virenoberfläche und zerstören so den Virus. Damit die Viren kollabieren müssen die Hände gründlich, während der empfohlenen 30 Sekunden, gewaschen werden. 

 

Haltbarkeit der Seifen

 

Abhängig von den unverseifbaren Anteilen der pflegenden Pflanzenöle sind Naturseifen nur begrenzt haltbar. Die Intensität des Duftes und die Farbe können sich mit der Zeit verändern. Die neu erworbene Seife sollte kühl und dunkel gelagert werden bis sie zum Einsatz kommt. Damit die Freude am Produkt lange währt, muss die Seife nach dem Gebrauch unbedingt trocken liegen. 

Babys und Kleinkinder 

 

Für Kinder unter 3 Jahren sollten Produkte speziell fürs Baby verwendet werden. Die Haut von Kleinkindern ist sehr empfindlich. Die Oberhaut (Epidermis) besitzt noch keinen ausgereiften Säureschutzmantel, die Talgdrüsen funktionieren ungenügend und der schützende Fettfilm fehlt. Dadurch verliert die Haut schnell an Feuchtigkeit und trocknet aus, was die Haut gegenüber Umwelteinflüssen anfälliger macht. Das Waschen mit der Seife würde die sensible Haut zusätzlich austrocknen. Im Fachhandel gibt es spezielle Produkte und eine kompetente Beratung.

 

  

Hinweis für Allergiker

 

Die verwendeten natürlichen Rohstoffe sind hautfreundlich und schonend. Naturseifen werden von Menschen mit empfindlicher Haut sehr geliebt und gut vertragen. 

 

Die deklarationspflichtigen Allergene, die in den verwendeten ätherischen Ölen vorkommen, werden bei den Inhaltsstoffen aufgeführt.

 

Allergene sind natürliche Komponente der naturreinen ätherischen Öle.


Kleines Alphabet der verwendeten Basis-Öle und Fette

 

Kakaobutter BIO (Herkunft Kongo)

Aus den Bohnen wird durch Pressen und anschliessendem Filtrieren die Kakaobutter hergestellt. Das sehr harte Fett gibt der Seife Festigkeit und wirkt rückfettend. Die Kakaobutter schenkt der Seife eine kleinblasige, cremige Emulsion. Der wunderbare Kakaoduft geht leider mit dem Verseifungsprozess verloren.

 

Kokosnussöl BIO: (Herkunft Philippinen) 

Das helle, dünnflüssige Öl wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch gewonnen. Kokosnussöl verfügt über eine hohe Reinigungskraft und sorgt für einen grossblasigen Schaum. Reine Kokosölseifen würden die Haut austrocknen. In der Kombination mit den pflegenden Pflanzenölen, gibt das Kokosöl der Seife Stabilität und bewahrt sie vor dem Aufweichen.

 

Olivenöl BIO (Herkunft Spanien)

In der Seifenherstellung hat das Olivenöl eine lange Tradition. Die bekannte Savon de Marseille ist eine reine Olivenölseife. In der herkömmlichen Aleppo Seife wird einzig Olivenöl zusammen mit Lorbeeröl verarbeitet. Eine reine Olivenölseife schäumt erst nach einer Lagerzeit von mehr als sechs Monaten. Durch den hohen Anteil an Fettsäuren verseift das Olivenöl nur langsam. In der Seife wirkt das Öl mild und unterstützt die empfindliche Haut.

 

Rapsöl BIO (Herkunft Kroatien/Schweiz)

Aus den reifen Samen wird ein honiggelbes, leicht dickflüssiges Öl gewonnen. Die pflegenden Eigenschaften wirken positiv auf die sensible und beanspruchte Haut. Rapsöl hat keinen Einfluss auf das Schaumvolumen.

 

Rizinusöl (Herkunft Indien) wird aus den roten, stachligen Früchten der bohnengrossen, ovalen Samen gewonnen. Das Öl ist klar und dickflüssig. In der Seife wirkt das Öl als Schaumverstärker und unterstützt das Schaumvolumen der verwendeten Öle und Fette. 

 

Sheabutter BIO (Herkunft Ghana)  wird in einem aufwendigen Prozess aus den Nüssen des Karitébaumes gewonnen. Die Sheabutter pflegt die Haut durch ihren hohen Gehalt an unverseifbaren Wirkstoffen. Sie hinterlässt einen feinen Schutzfilm. Die Reinigungseigenschaft ist gering und Sheabutter schäumt nicht.

 


Eingeseiftes oder etwas Chemie

 

Seifen sind Emulgatoren, die Fett und Wasser miteinander verbinden, der Schmutz wird gelöst und fortgespült.

 

Die pflanzlichen Öle verfügen über unterschiedlich schäumende Eigenschaften. Das Schaumverhalten einer Seife hängt davon ab, welche Öle verwendet werden.

 

Bei der Herstellung von Naturseifen wird Natron- oder Kalilauge in die pflanzlichen Öle eingerührt, unter Berücksichtigung der speziellen Verfahren.

 

Natriumhydroxid (chemische Formel NaOH) ist ein weisser, hygroskopischer Feststoff, der auch unter dem Namen Ätznatron bekannt ist. Die kleinen Perlen lösen sich unter Wärmeentwicklung in einer Flüssigkeit auf und eine alkalische Lösung, die Natronlauge, entsteht.  

   

Beim Verseifungsprozess werden Salze gebildet. Seifen sind Natrium- (Toilettenseife) oder Kalium-Salze (Schmierseife) von Fettsäuren, die als Tenside (waschaktive Substanz) verwendet werden. Die alkalische Lauge verliert ihre ätzende Wirkung nach der vollständigen Reifung. 

 

Während der Reifung verlieren die Seifen Wasser, daher kann es zu geringen Abweichungen zum Frischegewicht kommen.


Feste Shampoo Seifen oder Haarseifen

 

Feste Shampoo Seifen unterscheiden sich in der Herstellung von der Haarseife. Dem flüssigen Shampoo wird Wasser entzogen. Für die Reinigung und Schaumbildung sorgen milde Tenside auf Zucker- oder Kokosbasis.

 

Bei der Haarseife werden Pflanzenöle mit Natronlauge verseift. Beim Verwenden einer Haarseife ist zu beachten, dass sich die Seife nur schwer aus dem Haar ausspülen lässt, wenn stark kalkhaltiges Wasser verwendet wird. Um dem vorzubeugen, kann das Haar mit einer Spülung gepflegt werden (auf 1 Liter Wasser kommt 1 Esslöffel Essig). 

 

Mit Ausnahme der Handseifen, kann jede meiner Seifen zum Waschen der Haare benutzt werden. Besonders empfehle ich die Haar- und Duschseife mit Schwarzkümmelöl und die Deluxe Haarseife mit Sesamöl. Beide Seifen sind  besonders mild und schonend für die Kopfhaut.

 


Kleine Geschichte der Seife

  • 2500 v. Chr. erstes belegtes Seifenrezept auf einer Tontafel eines Sumerer Tuchhändlers. Mit einem Gemisch aus Pottasche und Öl wurde Lanolin aus der Schafwolle ausgewaschen. Um Pottasche herzustellen, rührte man Asche in Wasser und anschliessend wurde das Gemisch im Pottaschen-Brenner ausgelaugt.
  • Bereits im 3. Jh. v. Chr. wurden Seifen als Heilmittel bei der ärztlichen Behandlung verwendet.
  • Die Römer benutzten zu Beginn die "Sapo" zum Frisieren der Haare. Nach und nach wurde die Seife auch als Reinigungsmittel genutzt. Der griechische Arzt Galenos, der in Rom wohnhaft war, beschrieb in seinen Aufzeichnungen, wie die Seife die Haut weich macht und den Schmutz vom Körper und von den Kleidern löst.
  • In der Stadt Pompeji, die 79 n. Chr. bei einem Vulkanausbruch vollständig zerstört wurde, fanden Archäologen bei den Ausgrabungen eine Seifensiederei.
  • Bereits im 7. Jh. n. Chr. war den Arabern die Kunst des Seifensiedens bekannt. Noch heute erinnert die herrliche Aleppo Seife an diese Zeit. Die Araber brachten die Seife nach Spanien und so wurde sie im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. 
  • Im 16./17. Jahrhundert. herrschte der Irrglaube, dass das Waschen mit Wasser krank macht, da so die krankmachenden Keime in den Körper gelangen. Der Adel bevorzugte die Trockenwäsche und die üblen Körperausdünstungen wurden mit Parfum überdeckt. Läuse und Flöhe fanden ein wahres Paradies unter den gepuderten Perücken und in den wallenden Kleidern.
  • Begehrenswert wurde die Seife auch durch ihren Duft, was die Bedeutung des Aufschwungs in Südfrankreich erklärt. Hier wurde von alters her Blumen und Kräuter angebaut. Der Sonnenkönig Louis XIV (1638 - 1715) kümmerte sich höchstpersönlich um die Verbreitung der Seifen. Marseille ist bis heute eine berühmte Metropole der kostbaren Oliven-Seifen.
  • In Nordeuropa wurden vor allem weiche Kali-Seifen hergestellt, die sogenannte Schmierseife. Billige Öle, wie Rapsöl, Hanföl, Leinöl und Tran wurden versotten. Von den Metzgern bezogen die Seifensieder den Talg, der für die weisse Seife unentbehrlich war.
  • Die Kaltverseifung ist bereits seit über 150 Jahren bekannt, jedoch zu Beginn ohne grosse Bedeutung. Die traditionellen Seifen werden auch in der Gegenwart im klassischen Verfahren der Heissverseifung gesiedet.
  • Ab Mitte der 1980er Jahre ging der Konsum der festen Seife zurück. Sie wurde mehr und mehr verdrängt durch Duschgels, die in den 70er Jahren auf den Markt kamen.
  • Heute gewinnt die Seife wieder an Bedeutung, sie erobert ihren Platz im Badezimmer und beim Händewaschen zurück. Das Bewusstsein wird immer mehr sensibilisiert für weniger Plastik bei der Verpackung und für nachhaltige Produkte.

Seifen-Tradition in der Schweiz

 

Stilisierte Ansicht der Seifenfabrik Lenzburg, 1909

 

(Bild: Sonderausstellung 2020, Museum Burghalde Lenzburg)